Jubiläum 2010
Chorwettbewerb Samstag
Hier [35 KB] geht's zu den Wertungen des Chorwettbewerbs.
Volksliederwertungssingen Sonntag
Hier [38 KB] geht's zu den Wertungen des VLWS.
Bilder vom Jubiläumsfest
| Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen. |
Das Sängerfest erreichte die Herzen
Hervorragende chorische Leistungen und ein schönes Volksfest beim 150-jährigen Jubiläum des MGV Sängerbund 1860 Heiligkreuzsteinach
„Was hier beim Jubiläumsfest passiert ist, kann man kaum in Worte bringen. Schöner, hochwertiger Chorklang, viel Spaß, große Gefühle.“ So die Worte einer der Besucherinnen beim Jubiläumsfest des MGV Sängerbund 1860 Heiligkreuzsteinach. Zum Chorwettbewerb und Volksliederwertungssingen am 8. und 9. Mai trafen sich in unserem Ort über 100 Chöre mit an die 4000 Sängerinnen und Sängern von nah und fern und überzeugten Wertungsgericht und Publikum mit ihren Liedbeiträgen. Mehr als 1000 interessierte Besucher waren übers Wochenende zudem gekommen. Den weitesten Weg hatten unsere Freunde aus Selent, Soest und Emmerich auf sich genommen, um dabei zu sein. Wir wissen das sehr zu schätzen.
Den Auftakt des Festes bildete das Festbankett am Freitag Abend. Mehrere Hundert Gäste waren gekommen, darunter viele Chöre zum Freundschaftssingen. Michael Grab, Vorsitzender des Kurpfälzischen Sängerkreises Heidelberg, ehrte zahlreiche Sänger des Sängerbundes für langjährige aktive Mitgliedschaft im Verein. Der Jubelchor sang unter Piano-Begleitung des Jungsängers Dieter Pfahl.
Zum Beginn des Festwochenendes gestalteten unsere Pfarrer Gaiser und Makarinus-Heuß den sehr gut besuchten ökumenischen Festgottesdienst im Festzelt. Der Musikverein begleitete die kraftvollen Choräle der Gemeinde.
Beim Chorwettbewerb am Samstag waren mit dem Sängerbund Oberflockenbach, dem Frauenchor des MGV Eiterbach und dem Frohsinn Baiertal auch Chöre aus der Region als Klassensieger erfolgreich. Die Tagesbestleistung ging verdient an die Cäcilia Horbach. Es wurde nach internationalem Standard bewertet. Wertungsrichter Prof. Michael Schmoll aus Osnabrück und das kundige Publikum bekamen dabei Liedbeiträge zu hören, die mit Gold auszuzeichnen waren. Zum zweistündigen Freundschaftssingen am frühen Nachmittag erwiesen dem Sängerbund auch viele Chöre aus der Region die Ehre.
Beim sonntäglichen Volksliederwertungssingen, das aufgrund der enormen Beteiligung an zwei Orten ausgetragen werden musste, kam mit Dipl.Chor- und Kapellmeister Hans Schlaud eine weitere Kapazität zum Wertungsgericht hinzu. Auch hier gab es mehrere Goldwertungen. Die große Tagesbestleistung ging an die Cäcilia Lindenholzhausen, knapp gefolgt vom Liederkranz Hasselbach. Beide Chöre gehören zur nationalen Spitzengruppe der Männerchöre. Die „kleine“ Bestleistung (Männerchöre bis 44 Sänger) bekam für eine starke Vorstellung der Sängerbund Unter-Schönmattenwag. Der Frohsinn Baiertal glänzte mit seinem Frauenchor und erhielt die Bestwertung in dieser Kategorie. Für die Gemischten Chöre ging die Trophäe an den Frohsinn Büchig. Konzentrierter Gesang und froher Applaus füllten Steinachtalhalle und Festzelt den ganzen Tag. Die Pokale für die Tagesbestleistungen wurden unter festlichen Tönen des Musikvereins ins Zelt getragen. Den beeindruckenden Zug bildeten der Musikverein, die zauberhaften Festdamen Barbara Busch, Clarissa Hör, Stephanie Kumpf und Julia Rehberger, Schirmherrin Brigitte Pfahl, Festpräsident Karl Brand, Festdirigent Frank Ewald, Vorstand Rolf Pfahl und – mit der Vereinsfahne – unsere Fahnenträger Max Rehberger, Walter Fitzer, Dieter Pfahl jun. und Christian Busch, begleitet von den Jungsängern des MGV. Es war ein sehr eindrückliches Bild, das man nicht alle Tage erlebt.
Beim großen Dorfabend am Montag, der unter dem Motto „Kreizstonisch musiziert“ stand, konnte Moderator Matthias Ohler über 800 Besucher begrüßen. Zuerst wurden langjährig „passive“ Mitglieder des Sängerbundes geehrt, verbunden mit dem Dank des Vereins für ihre großartige Unterstützung. Sie erlebten im Anschluß mit dem begeisterten Publikum ein dreistündiges Feuerwerk an Liedern, Tänzen, Choreographien und Sketchen der Heiligkreuzsteinacher Vereine, das den Moderator veranlasste, das Motto kurzerhand in „Kreizstonisch kann musizieren“ umzutaufen. Die Beiträge boten dem Publikum die breite Palette an Kreativität und Freude, die unsere Gemeinde so auszeichnen. Der Musikverein heizte mit ein. Das Festzelt bebte. Festpräsident Karl Brand wurde auf der Bühne in den Festdirigenten Carlo Brando verzaubert, Chordirektor Frank Ewald übernahm die Bürgermeisterwürde für diese Zeit. Unter Brandos Leitung sang das ganze Festzelt das Odenwaldlied und das Badner Lied. Den Abschluss gestalteten der Moderator und die „Hilsenhainer Alpinkatzen“ mit Hubert von Goiserns Mahnung im Lied „Heast as net, wie die Zeit vergeht“. Damit war für die mehr als dreihundert technischen, organisatorischen und kulinarischen Helferinnen und Helfer der Einsatz für eine große Sache (fast) zu Ende.
Zutiefst betroffen und besonders gefordert waren alle Verantwortlichen und Beteiligten durch den plötzlichen und schmerzlichen Tod unseres Ehrendigenten Willi Trautmann während des Chorwettbewerbs. Der nach intensiven Beratungen mit allen Chören und dem Wertungsgericht gemeinsam gefasste Entschluss „the games must go on“ hat sich als würdevoll und angemessen erwiesen, ganz gewiss auch im Sinne des Verstorbenen. Prof. Schmolls Worte zur Entscheidung verliehen den Festtagen ihren übergeordneten Sinn: „Gerade jetzt sollten wir gute Musik machen.“ Das ist in Heiligkreuzsteinach geschehen.
Wir möchten an dieser Stelle allen, die dieses Fest haben gelingen lassen, von ganzem Herzen noch einmal unseren Dank aussprechen. Ohne die Hilfe aller örtlichen Vereine und Chöre aus allen Ortsteilen, des Rettungsdienstes, der Gemeindeverwaltung, des Bürgermeisters, des Gemeinderates, der Mitarbeiter des Bauhofs, der Feuerwehren, der beiden Kirchen und ihrer Kirchenchöre, und vieler weiterer Unterstützer und Förderer ist all dies undenkbar.
Ein ganz besonderer Dank gilt auch unseren Sängerfrauen, der großartigen Schirmherrin Brigitte Pfahl, dem Festpräsidenten Karl Brand und unserem Festdirigenten Frank Ewald. Wir sind stolz auf Euch.
